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©Mag. Gundula Tackner, A-8785 Hohentauern 25, Mobile: +43(0)664 443 2345, Tel.u.Fax:+43(0)3618 293, E-mail: gundula@tackner.at

Kilimanjaro/Mt.Kenia

 

Nach aufregenden Tagen der Reisevorbereitungen heben wir (11 Teilnehmer/innen, Sepp und ich) von Schwechat Richtung Nairobi ab. In  der gemütlichen Naro Moru River Lodge, entspannen wir uns während eines Ruhetages. Am folgenden Tag beginnt unser  „Bergabenteuer“. Nachdem wir Träger und Führer mit dem Transporter einsammeln, fahren wir zum Gate des Mount Kenia National Park.  Auf Grund „schmieriger Strassenverhältnisse“ geht es sehr bald zu Fuss durch den Regenwald weiter. Für die meisten von uns die erste  „Urwalderfahrung“. Nach drei Stunden Wanderung, Begegnungen mit den ersten afrikanischen Affen, erreichen wir unsere erstes Ziel –  die Met. Station (3.000m). Der „bunt zusammengewürfelte Haufen“ lernt sich durch Gespräche besser kennen, kommt sich näher. In der  ersten Nacht am Berg mehr oder weniger gut geschlafen, steigen wir durch Regenwald und Erikazeengürtel in höhere Regionen. Dort  beeindrucken uns atemberaubend schöne Lobelien- und Senezienwälder. Auf dem Weg zum Mc. Inders Camp (4.280m) begegnen wir  einigen Klippschliefern, murmeltierähnlichen Geschöpfen, die in Rudeln neben der Hütte auftreten. Am Abend sehen wir zum ersten Mal  die drei Gipfel des Mount Kenia: Nelion (5.188m), Batian (5.198m) und Lenana (4.985m). Zum Akklimatisieren wandern wir am nächsten  Tag zu den kleinen Seen, die sich rund um den Mt. Kenia befinden. Nach zwei Tagen auf 4.280m sollten wir nun gut vorbereitet für den  „Gipfelsturm“ sein. Um 2 Uhr am Morgen geht es los, die Gruppe sammelt sich ein noch ein wenig verschlafen vor der Hütte zum  Abmarsch. Im Licht des Mondes steigen wir auf zur Austria Hut. Nach einer kleinen Pause geht es bei Sonnenaufgang weiter zum Pt.  Lenana. Unsere Blicke wandern immer wieder zu den Felswänden des Nelion und Batian, die rot in der Morgensonne leuchten. Um 6 Uhr  stehen wir glücklich am Lenana, freuen uns hier zu sein und geniessen die Augenblicke am Gipfel.  Der Abstieg fällt uns leicht und schon am Vormittag sitzen wir schon wieder in unserem „Basislager“dem Mc. Inders Camp. Um uns für  den Kilimanjaro bestens akklimatisieren zu können, verbringen wir hier auf über 4000m noch eine letzte Nacht. Während des Abstieges  zur Met. Station erleben wir die bizarre Landschaft und die eigentümliche Vegetation erst so richtig. Vieles, das beim Aufstieg verborgen  blieb, wird entdeckt. Der nächste Tag in der Naro Moru River Lodge steht im Zeichen der Erholung und des äquatorialen Einkaufs in  Nanyuki. Nach den Tagen in primitiven Verhältnissen erscheint uns die gemütliche Lodge wie ein Paradies.Die Fahrt von Naro Moru nach  Arusha gestaltet sich interessant: die Landschaft am Fuße des Mount Kenia, Nairobi bei Tag, Ananasplantagen, Mount Meru und vor allem  die Maasai hinterlassen einen tiefen Eindruck.   Nun beginnt für uns das „Abenteuer Kilimanjaro“. Die erste Etappe führt uns wiederum durch dichten Regenwald, der Pfad ist schmal  aber komfortabel. Nach 4 Stunden erreichen wir die Mandara Hütten (2.675m). Ein weiteres Ziel ist für uns heute noch der Maundi  Krater. Im gemütlichen Tempo geht es am nächsten Tag zu den Horombo Hütten (3.725m). Am Abend, als sich die Wolken um den  Gipfel lichten, sehen wir den Kibo zum ersten Mal aus der Nähe. Während des Aufstiegs zur 4.700m hoch gelegenen Kibo Kütte fällt  unser Blick auf die schroffen Felsen des Mawenzi. Nach einen kleinen Pause beim Zebrafelsen, sehen wir am Mawenzisattel den vor uns  liegenden Weg durch die Kibowüste zur Kibo Hütte. Vor allen haben wir auch den Aufstieg zum Gilman´s Point vor uns, im Geröll führen  die Serpentinen nach oben.Jeder erreicht gut akklimatisiert die Kibo Hütte (4.700m). Nach einer kurzen, unruhigen Nacht, geht es um 1  Uhr morgens los. Stirnlampen der Bergsteiger, die schon früher aufbrachen, weisen uns den Weg. Hintereinander stapfen wir Meter um  Meter höher. In Serpentinen erreichen wir die Mayer Höhle. Jeder überwindet sich in der Dunkelheit höher zu steigen - ist der Rhythmus  gefunden, geht es leichter.Plötzlich sehen wir die Konturen des Mawenzi – es wird hell. Schnell wird das Grau zu einem leuchtenden Rot  und schon ist der Gilman´s Point erreicht. Wir umarmen. Atemberaubend schön ist die Umgebung – das gleissende Weiss des  Stufengletschers, der Mawenzi und vor allem der zum Greifen nahe Uhuru Peak, auf den keiner verzichten möchte.Nach eineinhalb  Stunden stehen wir dann am höchsten Punkt Afrikas. Für Augenblicke ist jeder besinnlich, es wird gesungen und getanzt. Wir freuen uns  hier gemeinsam ganz oben zu stehen. Glücklich steigen wir zur Kibo Hütte ab, wo uns ein ausgedehntes Frühstück erwartet, obwohl  niemand richtigen Hunger verspürt. Danach geht es weiter zu den Horombo Hütten. Die letzte Nacht am Berg steht uns bevor: noch  einmal in den Schlafsack kriechen, eiskaltes Wasser zum Zähne putzen, Durcheinander im Trekkingsack, Suche nach der Stirnlampe,  schmutzige Kleidung. Am nächsten Tag wird alles anders sein...Doch zuerst steht uns noch der Abstieg zum Marangu Gate, die  Verleihung der Gipfelzertifikate und das Singen des Kilimanjarolied der Crew, 32 an der Zahl bevor.Auf der Fahrt zum Hotel gibt es noch  einen Halt, um einen unglaublich alten Baum zu umarmen – 17 Personen sind dazu notwendig. Am Abend wird bei gutem Essen  ausgiebig gefeiert. So mancher stellt sein Tanztalent zur Schau. Der folgende Tag ist wiederum der Entspannung und Erholung gewidmet  – einkaufen oder ein Tag am Pool steht zur Auswahl. Die Safari im Arusha National Park schenkt uns allen wieder neue Eindrücke:  Giraffen, Kaffernbüffel, Zebras, Wildschweine, Flusspferde, Flamingos, Dik Diks sieht man nicht alle Tage in freier Wildbahn. Die 17 Tage  sind zu schnell vergangen, wir haben viel erlebt, was wir vielleicht erst jetzt zu Hause realisieren.   Vor allem haben wir neue Freunde gefunden.   Gundula  
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